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Auf den Spuren des Giro

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Dort, wo der Giro d’Italia unterwegs ist, sind die Straßen bestens bereitet so wie am Passo Manghen und Passo Rolle. Zehn Tage ist es her, als die vorletzte Etappe hier vorbei führte. Am Manghen sind die Sturmschäden vom letzten Herbst zu sehen. Ganze Hänge sind entwaldet. So ist die Nordauffahrt nur noch zum Teil im Wald. Dann ist die Sicht nach oben hin frei. Licht fällt über die steilen Kehren, die mal von beiden Seiten bewaldet waren. Für einen frühen Aufstieg ist das ganz angenehm, weil es sich nicht mehr ganz so kühl wie im dunklen Wald anfühlt. Fast kein Verkehr stört die Morgenstille. Das Dröhnen der Motorräder hat noch keine Fahrt aufgenommen. Am Refugio oben geht gerade der Betrieb los. Auch die Abfahrt bleibt entspannt.

Der zweite Anstieg unterteilt sich in zwei Abschnitte. Der erste Abschnitt führt hinauf zum Castello de Tesino. Vor der Einfahrt in Richtung Ortszentrum zweigt eine Straße links ab hinauf ins abgeschiedene Malene Tal. Ein Schild kündigt Straßenbauarbeiten jetzt im Juni an. Der Straßenbelag in seinem jetzigen etwas ruppigen Zustand lädt nicht für eine Abfahrt ein. Doch als Auffahrt bis zum Passo Brocon eignet sich die kleine sich windende Straße mit waldigen Abschnitten und Ausblicken dazwischen bestens. Ist am Beginn des Malene Tals die Steigung moderat, nimmt sie im Verlauf zu und bleibt dann bis zur Skistation oben gut zweistellig. An der Skistation geht es links ab noch einige Kilometer hinauf zum Brocon. Eine Stärkung bietet sich hier an: Kuchen, Schinkenbrötchen und Cappuccino.

Auf dem Weg zum Einstieg in den Passo Rolle liegt nur noch der Passo Gobbera. Nach der langen Abfahrt vom Brocon sind es einige Kehren hinauf. Fiera di Primiero liegt auf 745 Meter Meereshöhe. Es ist der tiefste Punkt auf dieser Runde. Bis nach San Martino di Castrozza sind es 15 km und von dort bis zum Rollepass weitere 8 km. Die Kilometer bis San Martino weisen moderate Steigungsprozente auf, strapazieren aber nach der absolvierten Strecke die Geduld. Der Ort zeigt sich schläfrig. Auch der Verkehr bleibt im Vergleich zu vorigen Erfahrungen moderat. Die Kehren weiter oben zeigen sich angenehmer als noch im Geduldsabschnitt bis Martino gedacht. Der weite Halbkreis oben bis zum Pass lässt sogar das große Blatt vom Umwerfer zu. Bei Fahrten um die Palagruppe mit Passo Valis und Rolle in früheren Jahren war das dort immer richtig anstrengend. Der mentale Tiefpunkt dieser langen Strecke war in Fiera. Abwärts nach Predazzo und Molina waren eine gute Abwechslung gegen die sonstige Fahrtrichtung hier. Der Gegenwind bremst etwas.

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