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Eine Radfahrt wie Tryptophan

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Tryptophan ist die Aminosäure, die in unserem Körper für gute Stimmung sorgt. Ist zuwenig davon vorhanden, geht es in den Keller. Ja, genau. Das war heute der Punkt. Es ging in den Keller in zweifacher Hinsicht. Die Stimmung suhlte sich im Sumpf. Das Wetter ist in diesem April winterlich und nach meinen Monaten auf Gran Canaria nicht wirklich anziehend.

Im Keller steht das Rad. Wenig motiviert trage ich Utensilien für eine kühle Fahrt draußen zusammen. Dazu gehören auch die Winterschuhe. Ja, sie halten warm, sind aber auch schwer. Das spielt jedoch bei der Kellerstimmung eine ungeordnete Rolle. Da ist kein Licht am Ende des Corona-Tunnels. Lang lang und immer länger zieht sich der Lockdown mit winterlichen Temperaturen gepaart.

Das Fahren fühlt sich an wie im Herbst. Die Saison ist zu Ende, und der dunkle Turn im Jahr nimmt Fahrt auf. „Nicht ganz“,  erinnere ich mich, als ich wieder drin im Warmen sitze und beruhigt auf meine 41 Kilometer zurückblicke. Natürlich ist es eine Frage der Gewohnheit. Manche machen daraus eine Tugend und messen in Wind und Kälte ihre Kräfte. „Hut ab“, sage ich.

Mir reicht die kleine Fahrt am Nachmittag, um wieder Grund zu finden und im Stimmungssumpf nicht zu versacken. Die Fahrt wirkt insofern wie das Tryptophan im Blut. Sie hebt meine Stimmung. Alles gut.

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