Start Gear 10.000 Kilometern mit dem neuen Canyon Ultimate

10.000 Kilometern mit dem neuen Canyon Ultimate

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Nachdem ich nun mehr als 10.000 Kilometer mit dem Canyon Ultimate CF SLX 9 zurückgelegt habe, ist es Zeit, Eindrücke und Erfahrungen zusammenzufassen.
Das Ultimate konnte ich in den unterschiedlichsten Fahrsituationen kennenlernen. Eines kann ich hier schon einmal festhalten: Die Mamba, wie ich mein schwarzes Ultimate liebevoll nenne, hat mich bisher nicht ein einziges Mal im Stich gelassen. Wir sind zusammen bis auf über 2700 Meter Meereshöhe in das Reich der Gletscher hinauf geklettert, haben lange technische Abfahrten gemeistert. Auf der längsten Tour standen am Abend 230 Kilometer zu Buche.

Die Geometrie passt für mich

Aber auch unzählige Hausrunden, mal schnell, mal langsam, sind im Lauf der vergangenen Monate zusammengekommen. 4 Monate lang hat mich das Ultimate im vergangenen Winter auf Gran Canria begleitet. Bei all den unzähligen Stunden im Sattel hat sich zum Glück bestätigt, das Ultimate und seine Geometrie, „passt“ für mich. Das ist ganz wichtig, denn seitens Canyon gilt ja hier die Phylosphie: Vogel friss oder stirb. Ein längeres oder kürzeres Cockpit z.B. ist nicht machbar.

Bei der Gruppe hatte ich mich für die Dura Ace Di2 entschieden. Der wichtigste Grund hierfür lag darin, dass ich mich in den Jahren davor mit den Eigenheiten des Sram Red Umwerfers auseinandersetzen durfte. Die Dura Ace verrichtet ihre Arbeit unauffällig und schnell. Die zusätzlichen Knöpfe unter dem Gummi der Griffhöcker sind ein echter Zusatznutzen. Beim Durchblättern der Seiten des Garmin Edge bleiben die Hände am Lenker. Neben der Bequemlichkeit ist das ein echter Sicherheitszuwachs, den ich nicht mehr missen möchte.

Komponenten durchlaufen Check

Was nicht so gut gelöst ist, ist die Einstellung des Leerwegs der Bremshebel. Im Zusammenspiel mit kleinen Händen bzw. kleiner Griffweite wird der Abstand der Bremsgriffe zum Lenker schon etwas knapp, besonders, wenn die Bremsbeläge schon etwas runter sind. Toppunkt ist, dass kein Quietschen stört. Ebenso tut der Dura Ace Powermeter genau das, was er soll. Man braucht sich nicht groß darum zu kümmern. Er liefert reproduzierbar und zuverlässig seine Wattwerte.

Ach ja, die Kette ist ein spezielles Thema. Da ich inzwischen mit gewachster Kette (Heißwachs) fahre, gibt es keine Tatoos mehr auf den Waden 😉 Direkt nach Lieferung hatte ich außerdem die sehr guten DT-Swiss-Laufräder gegen die noch besseren Zipp Firecrest 303 ausgetauscht. Die Hookless-Ausführung ist ein Segen. Sie erlaubt eine super einfache Tubeless-Montage! Was haben wir da bei anderen Herstellern schon für Dramen erlebt. Dazu bauen die 28er-Reifen darauf mit gut 30mm. Das bringt klasse Komfort und tollen Kurvengripp. Nebenbei sei erwähnt: 10.000 Kilometer und nicht eine einzige Reifenpanne bzw. Platten!

Mit dem Ultimate spritzig und agil fahren 

Ein weiterer Punkt ist, den ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass nach mehr als 10.000 Kilometern nichts knackt, klappert oder sonstige Geräusche sich melden, die jede Rennradfahrerin zum Wahnsinn bringen können. Die Fahreigenschaften lassen sich am besten mit spritzig und agil umschreiben. Dabei in den Abfahrten spurtreu und berechenbar. Das geringe Gewicht von 6,7 kg in meinem Setup (ohne Pedale) erhöht den Spassfaktor in jedem Fall.

Fazit: mit dem Ultimate habe ich mein Wunschrad gefunden. Ich musste zwar mein Konto plündern, aber bisher habe ich es nicht bereut. Für die Firma Canyon würde ich aktuell eher keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Was ich in den vergangenen Monaten in meinem Umfeld (Bestellung Aeroad) so mitbekommen habe, ist Canyon leider wieder zurückgefallen in Zeiten, von denen wir hofften, sie seien überwunden. Mangelnde Liefertreue und ungenügende Kundenkommunikation machen es potentiellen Käufern aktuell mal wieder nicht leicht.

2 Kommentare

    • Danke 😊 Der Vergleich mit Fahrten, die ich mit den Kurbel-Powermetern Power2Max und Quarq gemacht habe, zeigen zu Dura-Ace-Messungen konsistente Werte bei mir.

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