Start Gear Mit neuem Canyon Ultimate jetzt State of the Art

Mit neuem Canyon Ultimate jetzt State of the Art

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Jahrelang hatte meine Freundschaft zum Scott CR 1 Limited Edition Bestand. Die Komponenten wechselten. Der Rahmen blieb. Das Setup bestach durch Leichtigkeit und Handhabung aus meiner Sicht. Doch mit der Zeit kommen außen geführte Züge für Schaltung und Bremse aus der Mode. Mit der SRAM RED eTap ließ sich das noch eine Weile überspielen. Nur die Bremszüge für die Felgenbremse blieb beharrlich und erinnerte mich daran, dass irgendwann der Umstieg auf neue Bremstechnik erfolgen muss. Nur das Gewicht bremste mich ein, dass ich meinem Scott treu blieb bis jetzt.

Die Qual der Wahl

State of the Art und leicht sollte das neue Rennrad sein. Rose X-Lite, Cube Litening AIR und CANYON bestritten das Rennen. Komponenten-, Gewichtscheck und Lieferbarkeit zehrten an den Nerven, wenn es noch in diesem Herbst was werden sollte. Telefonate und Mails traten auf den Plan. Dann präsentierte CANYON das Ultimate CF SLX 9 Di2 und konnte auch sofort liefern. Nur drei Tage später stand im Wohnzimmer der stylische CANYON-Karton, und ich durfte ihn wie auf YouTube zelebriert öffnen.

Ach ja, die Laufräder Zipp Firecrest 303 waren schon da, weil klar war, egal welches Rad es wird, die müssen es wegen tubeless und hookless sein. Außerdem ließ sich dadurch das Gewicht noch etwas tunen. Deswegen ging die Bestellung der Laufräder früher raus und warteten nun auf den Einsatz. Sehr angenehm liegt der abgeflachte Lenker in der Hand. Die Shimano Dura-Ace Di2 ist ein Luxus, der mit musste, weil die Ausstattung mit Ultegra erst später lieferbar ist. Im Nachhinein bin ich ganz froh, dass es so gekommen ist. So zeigte die Waage mit Firecrest am Rad 6,7 kg an.

Komponenten auf Speed getrimmt

Powermeter ist für mich ein Pflichttool. Die Dura-Ace Powermeterkurbel findet mein bestes Wohlwollen, zumal sie beidseitig misst. Habe ich mir zuvor darüber keine Gedanken gemacht, schaue ich nach meinem Sturz und den Folgen gern, was beide Beine treten. Die Features in Sachen Aero habe ich draußen getestet. Die kleine Ausfahrt im Flachen noch im heimischen Revier war vielversprechend. Der richtige Einsatz folgte im Pässerevier mit unzähligen Kehren um Sospel bei Nizza. Col de Turini, Braus, Madone und wie sie alle heißen.

Das Rad will schnell fahren. Je besser meine Kraft und Kondition sind, verbindet sich das zu einer speedigen Allianz und sorgt für Fahrspaß bergauf und bergab. Auf ebenen Abschnitten rollt es sich leichter dahin, weil der Vortrieb des Rades darauf ausgelegt ist. Bremsen und Steuerung sind präzise. Agilität und Scheibenbremse machen das möglich. In Summe ist mein Eindruck nach den ersten Fahrerlebnissen positiv, und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

 

Schattenseiten und Glück

Zugleich gilt, wo viel Licht ist, da ist auch Schatten. So können bei den Steckachsen die Griffhebel nicht abgenommen werden, wie dies z.B. bei den DT-Swiss-Modellen funktioniert. Wegen der seltenen Gewindesteigung von 1,75 gibt es auch so gut wie keine Ausweichmöglichkeit auf dem Tuningmarkt. Folglich steht vorne wie hinten der Steckachshebel im Wind. Besonders Aero ist das nicht!

Canyon ist weiterhin auch gegen Geld und gute Worte nicht in der Lage bzw. Willens, das Rad mit einer anderen Vorbaulänge an den Kunden zu liefern, als es die Vorkonfektionierung für dieses Model vorsieht. Das Argument, der Kunde könne ja eine Vorbau/Lenkereinheit nach seinen Wünschen im Shop dazu bestellen, ist kaum hilfreich. Wer will sich bei vollintegrierten Leitungen hier einen Austausch in Eigenregie zumuten.

Die Höhenverstellbarkeit des Vorbaus ist eine prima Lösung, wer aber mehr als 1,5 cm Spacer für sein Bikefitting benötigt, der hat Pech. Mehr geht nämlich nicht! Bei mir ist die Lenkerhöhe des Ultimate inclusive der 1,5 cm Space auf den mm genau gleich wie bei meinem Scott CR1. Also Glück gehabt!

 

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