Work-Life auf Gran Canaria

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    Quelle: Herbert Bussman

    Seit 12. Dezember 2020 sind wir auf Gran Canaria. Aus Urlaub ist Home Office geworden. Das Fahrtenrevier ist einen Steinwurf entfernt. Keine langen Anfahrten zu Anstiegen. Ich kann gleich loslegen. Für Bergfahrerinnen wie mich ist das wie geschaffen.

    Das klingt so einfach, war es aber nicht. Unwägbarkeiten säumten den Weg, überhaupt einen Flug auf die Insel zu nehmen. Im November letzten Jahres begann es mit einem zweiwöchigen Radurlaub. Ein Corona-Test war da noch nicht Pflicht. Der kam im Dezember hinzu, als wir für Weihnachten und Neujahr anreisten. Unsere Räder hatten wir in einem Lagerraum hier gelassen.

    Im Dezember setzte sich der Gedanke durch, dass ich hierbleibe. Wir buchten meinen Flug um und zogen zum Jahresanfang vom Bungalow im Santa Clara in ein Apartment im Surycan-Komplex mit arbeitsfähigem Internet um. Nur Niels flog am 6. Januar wegen der Arbeit nach München. Ich sollte gute vier Wochen allein die Stellung halten. Das waren zehn harte Tage. Doch die Home-Office-Option verfing, und Niels reiste drei Wochen früher als geplant wieder an.

    Arbeitsprojekte laufen gut. Besser kann es im heimischen Winter damit auch nicht werden. Diese Zeit erfordert Flexibilität. Ortsunabhängig ist vieles möglich, woran wir früher gar nicht gedacht haben. Das ist nicht nur eingefleischten digitalen Nomaden vorbehalten. Büros sollen in Corona-Zeiten leer bleiben. Das spielt uns in die Hände.

    Mitte Februar entschieden wir uns, für eine erneute Verlängerung und buchen den Rückflug auf den 21. März 2021 um. Da der Geräuschpegel im Komplex recht hoch ist, zogen wir ins Kiwi in einen Bungalow im Campo International um. In den letzten drei Wochen auf der Insel mehr Ruhe am Tag und in der Nacht zu haben, ist ein echtes Gut, für das sich Mehrkosten lohnen.

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