Start Competition Nur nicht vorm Segmentende stoppen

Nur nicht vorm Segmentende stoppen

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Quelle: Osenberg

Die kleinen virtuellen Rennen auf Strava treiben Blüten. Selbst an Bahnübergängen mit gesenkten Schranken treiben sie an, den Durchgang auf jeden Fall zu versuchen. Der Zug rollt sicher Sekunden später durch. Wer solch ein Segment für sich entscheidet, ist ein wahrer Champion im Kronenkampf. Ein Training mit vollem Einsatz. Wer da fragt: „Was soll das?“, hört die Antwort sofort: „Das ist mein Leben.“ Solch eine Leidenschaft ist nicht zu toppen.

Gut, dies ist wohl etwas überzeichnet. Doch wie im Humor ist immer ein Krönchen Wahrheit dabei. Ein Blick auf den Garmin zeigt ein Dilemma auf, wenn es mit dem Einsatz nicht gelingt, die Spitze zu übernehmen. Eine Sekunde Rückstand ergab der Abgleich der Algorithmen zwischen Garmin und Strava. Beim Fahren selbst zeichnete Garmin auf und zeigte am Schluss 4:50.79 an und gratulierte im Singsang zur QOM. Alles ein Fake, wie sich am Ende herausstellte. Die letzte Segmentzeit wurde in den persönlichen Rekord 4:55 umgerechnet.

So funktioniert Digitalisierung. Wenn so etwas im Stromnetzbereich passiert, gehen die Lichter aus. Bei mir zeigte sich Unverständnis. Die Nachfrage bei Strava ergab den Verweis auf die unterschiedlichen Algorithmen zwischen Garmin und Strava. Überrascht hat es mich nicht wirklich. Die 500. QOM ließ sich an dem Wochenende dennoch einfahren und als ein Saisonziel verbuchen.

QOMs kommen und gehen. So ist das nun einmal. Mal klappt es, mal nicht. Die größte Herausforderung sind die Elektriker. Sie wollen mit ihren mitgeführten 200 oder 300 Watt ganz oben mitspielen. Manche steigen sogar ins Auto, wenn die Extraleistung am Rad keine Profizeit schlägt. Dabei hat Strava für E-Biker einen eigenen Raum eingerichtet, in dem sie sich mit Gleichgesinnten messen können. Der Glockner König hat sie ja auch schon entdeckt.

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